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16 Okt 2014

Was ist es geworden? Thinkpad X240

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Tja, die Überlegungen aus dem letzten Beitrag haben mich noch weiter begleitet. Und am Ende habe ich mich dann, trotz der inzwischen etwas „bewölkten“ Einstellung zu den Entwicklungen bei Lenovo, wieder zu einem Thinkpad getrieben: einem Thinkpad X240 mit Full-HD. Das ging in dieser Form aber auch nur, weil es durch das Forschung&Lehre Programm preislich wirklich gut war. Das Gerät kostet nämlich, wenn man auf die Windows Lizenz verzichten kann, unter 900€… trotz Full-HD IPS Panel, 8GB Ram und einem ausreichend flotten Core i5 aus der Haswell-Generation. Etwas gestiegen ist der Preis dann zwar doch noch, aber nur weil ich den wechselbaren 3-Zellen-Akku direkt vom Verkäufer gegen den 6-Zellen Akku habe tauschen lassen. Hier aber erstmal etwas zu den inneren Werten:

Selber getauscht habe ich direkt nach dem Eintreffen die eingebaute 500GB SSHD gegen eine 256GB SSD. Das lief leider schon nicht so leicht wie früher… man muss die gesamte Unterseite des Laptops abnehmen um die Platte zu tauschen. Wenn man sich das aber genau ansieht, dann ist nicht wirklich ersichtlich, wieso an dieser Stelle nicht auch einfach eine „Bodenklappe“ hätte eingeplant werden können um den Wechsel so leicht wie bisher zu gestalten. Was sich zum Glück nicht geändert hat, sind die Hardware Maintenance Guides mit deren Hilfe der Tausch wirklich leicht ist. Beim ersten Start mit dem Mint-USB Stick stellt sich schon direkt Begeisterung über das Display ein, dafür etwas weniger Begeisterung über das Touchpad.
Dann ging es auch schon an die Windows Installation. Irgendwie ist die Treiberübersicht bei Lenovo nicht mehr so übersichtlich wie ich sie in Erinnerung hatte und ich vermisse ein paar der klassischen Tools (Energiemanager und AccessConnection) aber sonst lief eigentlich alles absolut reibungslos und nun ist also auch noch Win 8.1 installiert. Dort fand ich dann auch heraus, dass ich zumindest mit dem Lenovo-Treiber für das Touchpad, dieses in den Griff bekommen konnte. Die Touchfunktionalität lässt sich komplett deaktivieren und da das Touchpad ja auch eine echte Taste ist, kann man es als 3 Tasten für den Trackpoint nutzen. Das klappt nach einer kurzen Eingewöhnung für die mittlere und rechte Taste sehr gut. Im Notfall entschädigt immernoch das Display 🙂 Ich habe bei den Bildern auch mal eines gemacht, wo man die Blickwinkelstabilität erahnen kann… sie ist bei meinem Display absolut zufriedenstellend. Enttäuscht bin ich bisher vor allen Dingen vom WLAN 7260… ist das quasi aktuell der „Top-Chip“ von Intel. Ich weiß nicht ob es am Treiber, den Antennen oder dem Chip liegt, aber der Empfang ist deutlich schlechter, als mit meinem X201s. Das zeigt sich darin, dass man trotz stabiler 2 oder 3 Balken Empfang… Verbindungsabbrüche hat. Sitze ich an einer Stelle mit vollem Empfang tritt das Problem dagegen nicht auf. Ich werde mir also etwas einfallen lassen müssen für mein Büro… wahrscheinlich brauche ich noch einen Repeater 🙁
Sonst gibt es noch nicht sehr viel zu berichten. Ich lasse einfach mal die Bilder sprechen und schreibe vielleicht bald, wenn ich das Gerät etwas ausgiebiger genutzt habe, noch mehr darüber.

24 Sep 2014

Was wird es werden?

Posted by thomas. No Comments

Langsam aber sicher wird es doch Zeit für ein neues Technikspielzeug. Mein Laptop ist nun schon ziemlich genau 3 Jahre hier im Einsatz. Das X201s hat sich seitdem sehr gut geschlagen und ist immernoch ein treuer Begleiter, dem ich vor etwa einem Jahr mit einem frische 9-Zellen Akku nochmal zu ca. 10h Laufzeit verholfen habe (wenn man es sparsam angeht), auch die nachgerüstete SSD trug natürlich ihren Teil dazu bei, dass das Gerät sich immernoch recht frisch anfühlt. Aber was ich schon seit langem bemängelt habe – nämlich die niedrigen Display-Auflösungen – ist ja nun wohl endlich Geschichte. Zwar gibt es immernoch Geräte mit mickriger Auflösung, aber eben auch fast von jedem Modell Varianten mit Full-HD oder mehr. Und auch im Bereich der CPUs hat sich natürlich einiges getan. Selbst die ULV Modelle sind inzwischen schneller UND sparsamer geworden. Also sehe ich mich gerade aktiv nach einem neuen Gerät um. Ich bin inzwischen nicht mehr total auf Thinkpads festgelegt, was an den Änderungen durch Lenovo in den letzten Jahren liegt. Hier stört mich ganz besonders der Bedeutungsverlust des Trackpoints, für den es inzwischen nicht einmal mehr eigene Maustasten gibt, der Wegfall von Hardware-Tasten f. Lautstärke und der Wegfall von Status-LEDs. Auch die frühere „Reparaturfreudigkeit“ hat mit dem neuen Leicht- und „Schmalbau“ natürlich gelitten. Doch auch weiterhin bieten die Geräte natürlich eine gewisse Wertigkeit und (ich rede hier nur von den Business-Geräten, also derzeit T und X Serie) 3 Jahre Garantie. Insbesondere letzteres wird im Preisvergleich gerne mal unter den Tisch fallen gelassen und verändert die Lage in meinen Augen schon.
Kürzlich hatte ich ein T440s zur Installation hier und war ehrlich gesagt wirklich angetan – bis auf das Touchpad – ein tolles Gerät und ein wirklich tolles Display (Full-HD von AUO). Könnte mir gefallen… aber irgendwie wäre das auch die Abkehr vom Subnotebook-Formfaktor, dem ich schon seit mehr als 10 Jahren fröhne und den ich eigentlich doch nicht missen möchte. Kürzlich hatte ich ein Zenbook in der Hand, hier eine Variante mit Full-HD (nicht mit QHD), außen auch schick… mit dedizierter Grafik. Aber trotzdem springt der Funke nicht so recht über. Meine Recherche führte mich zum Dell Inspiron 14. Hier wieder das Problem der Größe, dafür niedriger Preis. Der sich schlußendlich dann durch die Verwendung eines TN Panels und der kurzen Standardgarantiezeit erklären lässt. Nun schiele ich auf das neue Thinkpad X240 mit Full-HD und versuche halt für mich herauszufinden wie sehr mich die oben genannten Verschlechterungen gegenüber den alten Thinkpads stören. Wer hier eine Meinung zu hat… darf sie gerne in den Kommentaren kundtun. Meine Anforderungen sind eigentlich ganz leicht:

– max. 14″
– MAX. 2kg (eher 1.5)
– mind. 1080p IPS/PAV Panel
– min. i5
– Festplatte selber wechselbar (SSD wird selber eingesetzt, daher ist HDD weitestgehend egal)
– ordentliche Akkulaufzeit
– max. 1k€ (bin ja z.B. berechtigt Forschung/Lehre Angebote zu nutzen, was diesen Punkt realistisch macht)

8 Mai 2014

Besuch im Freilichtmuseum Lindlar

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Am vergangenen Donnerstag machten Helena, Joni und ich uns auf den Weg zu einem kleinen 1. Mai-Ausflug ins Freilichtmuseum nach Lindlar. Das Wetter war wirklich toll und so konnten wir das schöne Gelände wirklich genießen. Leider war in meinen Augen etwas zu wenig „Ausstellung/Museum“, hauptsächlich liegt die Stärke hier – im Gegensatz zum Freilichtmuseum Hagen – im Bereich der Landschaft. Aber das mag jeder andere anders sehen. Wir haben uns natürlich besonders darüber gefreut das alte „Büdchen“ aus Wermelskirchen dort als Kiosk wiederzusehen. Das weckte natürlich Erinnerungen.
Joni hat sich jedenfalls sehr über die Wippe auf dem Kinderspielplatz gefreut 😉


7 Mai 2014

DIY Lautsprecher: Sticks

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Nachdem ich mit der Needle grundsätzlich zufrieden war, wollte ich natürlich dennoch weitere Lautsprecher ausprobieren. Einerseits wollte ich etwas mit mehr „Druck“ haben und andererseits wollte ich eine alternative Gestaltungsweise testen. So entschied ich mich erneut für einen Entwurf von Cyburg aus dem Hifi-Forum: den Sticks. Ich kaufte Plan, Treiber und sonstiges Material bei Blueplanet Acoustic. Kostenpunkt je Lautsprecher (ohne Holz) ca. 50€. Die Treiber (Tangband W4-655) sind im Vergleich zu den Treibern der Needle sowohl haptisch, als auch optisch eine andere Klasse.
Der Zusammenbau des Gehäuses war einfach. Den Sperrkreis habe ich wieder auf Lochplatinen gelötet und anschließend alles mit Heißkleber im Gehäuse verklebt – das gilt auch für die Dämmung.
Für die Außenhaut der Lautsprecher hatte ich mir diesmal vorgenommen den Comic-Look umzusetzen. Hierbei wird das Holz mit Comics beklebt. Ich entschied mich – aus nostaligischen Gründen – für Lucky Luke Hefte und kaufte 15 Hefte für einen echten Minipreis (15€) auf einer Kleinanzeigenseite. Für beide Lautsprecher habe ich aber im Prinzip höchstens 2-3 Hefte benötigt – bei Nachahmung also nicht alle Hefte auf einmal zerlegen und sauber zuschneiden.
Die Comicseiten habe ich anschließend mit Sprühkleber auf das MDF geklebt. In meinen Augen NICHT die ideale Lösung, aber einmal angefangen wollte ich es auch nicht mehr aufhören. Der Sprühkleber war nämlich eine echte Enttäuschung: kein sauberes Sprühbild… klebt vor allen Dingen an Händen und nicht so sehr an MDF 😛 Tapetenkleister war mir aber zu gefährlich, weil ich weder die Comics durchweichen wollte, noch das MDF aufquellen lassen. Nach Aufbringen der Comics habe ich die Lautsprecher anschließend mit drei dicken Schichten Klarlack überzogen und dann die Treiber und die Terminals montiert.
Der Hörtest bestätigt das, was vom Entwickler des Lautsprechers versprochen wurde: mehr Kraft als die Needle und wirklich überraschend tief spielende Lautsprecher für die Treibergröße. Ich bin mit dem Klang des Paares wirklich sehr zufrieden. Sollte ich nochmal etwas mit Comics gestalten wollen, würde ich mich jedoch für etwas „knalligere“ Comics entscheiden und würde wohl einige Tests mit alternativen Klebern machen.

12 Mrz 2014

Modellbahn – Teil 34 – Planänderung… 1100101

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Nun ist schon mehr als ein halbes Jahr vergangen seit ich mit der Bahn in den Keller umgezogen bin. Die Module stehen ungenutzt und unvollendet herum, weil das angekündigte „Projekt“ (unser Sohn Jonathan) uns doch kräftig auf Trab hält… und zudem einige Lautsprecherbauten dazwischengekommen sind. Aber nun will ich doch nochmal etwas Schwung in die Sache bringen: ich habe mich nach einer längeren Unterhaltung mit einem begeisterten Digital-Bahner auf der Arbeit dazu entschieden den Schritt in Richtung Digitalisierung zu gehen. Zumindest bisher gehe ich davon aus, dass der Umstieg anlagenseitig nicht so schwierig sein sollte. Ich habe bei den Modulen einen geschlossenen Stromkreis und auf der anderen Anlage nur zwei… die ich aber miteinander verbinden könnte. Die Streckenlänge sollte problemlos von einem einfachen System gespeist werden können. Also habe ich kurzentschlossen eine Trix Mobile Station 2 auf Ebay geschossen. Dort wurde für knapp 80€ ein nagelneues Gerät mit Trafo/Netzteil und der Steuerung verkauft.
Nun dämmert mir natürlich, dass ich mich doch etwas vorschnell hatte begeistern lassen. Das langjährige Festhalten am analogen Steuern hatte ja schon seinen Grund… ich habe schließlich viele ältere Fahrzeuge, die man nur durch beherzten (und teilweise riskanten) Eingriff in die digitale Welt bringen kann. Zudem ist der Markt der Decoder auch nicht gerade übersichtlich, gleiches gilt für die Schnittstellen. Ich werde mein Glück nun also zuerst mit ein oder zwei Loks versuchen, die bereits über eine Schnittstelle verfügen und werde das auf meinem Testkreis antesten.

Und so habe ich mich beim örtlichen Modellbahn-Laden mal probeweise mit zwei Decodern eingedeckt und meine ersten zwei Umbauten vorgenommen. Habe natürlich die Latte erstmal niedrig gelegt und Modelle genommen, die eine Schnittstelle hatten. Zum einen die Brawa BR216 und zum anderen die Minitrix S3/6. Beide Umbauten haben gut geklappt und über das Fahrverhalten auf meinem Testkreis kann ich wirklich nicht klagen. Allerdings ist es bisher auch nicht besser, als es mit dem Heißwolf war 😉 Unten das MobileStation 2 Set und Bilder der zwei Umbauten. Damit man sich etwa vorstellen kann über welche Größenverhältnisse wir hier sprechen, habe ich ein 2-Euro Stück daneben gelegt. Der Decoder in der BR 216 ist ein ESU LokPilot 4.0 micro DCC, der in der S3/6 ein Uhlenbrock 73410. Jetzt habe ich noch einen Uhlenbrock mit Kabeln statt Schnittstelle hier rumliegen, um einen ersten Versuch mit einer älteren Lok zu machen. Zum Glück gibt es ja wirklich tolle Anleitungen für die Umbauten im Netz! Leider hält mich jedoch der Preis der Decoder derzeit vom schnellen Umrüsten ab, schließlich liegen die guten Stücke zwischen 25 und 35€, je nach Hersteller und Kaufort/-menge.

12 Mrz 2014

DIY Lautsprecher: Die Needle

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Nach meinem Erstversuch mit dem kleinen Bretterhaufen hatte ich mir vorgenommen etwas anderes zu versuchen. Nach einigen Recherchen entschied ich mich für ein paar sehr günstige Standlautsprecher: die Needles. Die Lautsprecher wurden von Cyburg aus dem Hifi-Forum entworfen. Es gibt inzwischen verschiedene Varianten mit unterschiedlich hochwertigen Treibern. Ich habe mich für eine günstige Variante mit Tang-Band W3-993 entschieden. Den gesamten Elektro-Krempel (Chassis, Teile für den Sperrkreis, Anschlussterminals, Sonofil) habe ich bei oaudio.de für knapp unter 30€/Lautsprecher bestellt.

Der eigentliche Bau des Lautsprechers ging dann auch schneller, als beim ersten Versuch. Man kennt einfach die Handgriffe, weiß was zu tun ist. Die Anleitung war ausreichend genau. Den Sperrkreis habe ich erneut auf eine Streifenplatine gelötet und an der Rückwand des Lautsprechers angeklebt. Etwas problematisch war der Ausschnitt für die Treiber. Beim letzten mal hatte ich diesen mit der Dekupiersäge gemacht. Leider stellte sich das bei den 90cm langen Brettern als etwas schwierig heraus, weil ich sie gar nicht weit genug drehen konnte. Also musste ich mit der einfachen Laubsäge ran, was bei 12mm MDF zum Glück noch machbar ist.

Nachdem ich die Verkabelung und die Dämpfung in die Lautsprecher geklebt hatte, habe ich ich den Lautsprecher fertig verleimt und anschließend plan geschliffen – etwas, was ich wohl noch üben muss 😉 Anschließend habe ich die Lautsprecher mit drei Schichten schwarzen Lackes versehen, hierfür habe ich einen Kombinationslack aus Grundierung und Farbe genutzt und diesen mit einer einfachen Kunsstoffrolle aufgebracht. Anschließend habe ich wiederum drei Schichten glänzenden Klarlacks aufgebracht. Als Abschluss habe ich die Chassis und Terminals eingelötet und verschraubt.

Das erste Probehören war wirklich eine Überraschung. Für den winzigen und günstigen Treiber ist der Klang erstaunlich voll, klare Höhen und ein erstaunliches Fundament – wenngleich nur bis zu leicht erhöhter Zimmerlautstärke… dann arbeiten die Treiber schon sehr extrem. Zudem muss man wirklich im Sweet-Spot sitzen/stehen um in den vollen Genuss dieses Lautsprechers zu kommen. Vom Preis/Leistungsgefüge ist er jedenfalls ein echter Hit und (genau wie der kleine Bretterhaufen) ein leicht zu bauender Einsteigerlautsprecher für die ersten Gehversuche im DIY Bereich.

1 Dez 2013

Hardwaredefekt… nun i5-4570 statt i7-3770K :-/

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Leider haben Board und CPU meines Rechners vorletzte Woche das Zeitliche gesegnet. Dies taten sie still und leise über Nacht. Abends habe ich den Rechner normal heruntergefahren und am nächsten Morgen ging er nicht mehr an. Leider führte dies zu einer unangenehmen „Rumprobiererei“, bis ich endlich den Defekt eingekreist hatte. Zuerst hatte ich nämlich auf das Netzteil getippt – ein Tausch führte jedoch zu keiner Änderung. Also habe ich das Board ersetzt… dann liefen zumindest die Festplatten und Lüfter wieder an – aber sonst ging leider nichts. Erst der Tausch von CPU und Mainboard führten zum Erfolg. Leider war im örtlichen Einzelhandel jedoch kein 1155er Board mehr vorhanden und mein Konto gab auch gerade kein Spitzenmodell mehr her. Also werkelt nun ein i5-4570 (Haswell Generation) auf einem Asus H87-K in meinem Rechner, statt des i7-3770K auf dem MSI Z77A-GD65. In den meisten Bereichen spürt man ehrlich gesagt keinen Unterschied. Beim Transcoding und der Videobearbeitung allerdings schon, immerhin hatte der 3770K nicht nur 4 Threads mehr, sondern lief auch dauerhaft auf 4.2GHz. Der aktuelle Prozessor dagegen ist nun erstmal mit dem Boxed Kühler auf Normaltakt verbaut. Derzeit ist auch keine Zeit für Experimente. In Kürze werde ich noch ein paar Benchmarks nachreichen, dann kann man die Leistung auch noch etwas genauer vergleichen.

4 Sep 2013

Grumpy old Thomas: Das Ende des Thinkpads – wie wir es kennen

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Nach langer Zeit muss ich diese Kategorie doch noch einmal „füttern“. Schon seit längerer Zeit verfolge ich die – in meinen Augen bedenkliche – Entwicklung der Thinkpads. Wer dieses Blog schon länger liest, weiss dass ich ein Anhänger der schlichten, schwarzen Laptops bin. Nach einem X31, einem X16s (mit SXGA+ Mod), nutze ich nun schon seit längerem ein X201s. Ich habe vielen Menschen entsprechende Geräte empfohlen, selbst dann noch, als Lenovo begann die Thinkpad-Linie mit neuen Consumer-Geräten zu verwässern. In meinen Augen waren die L-Modelle durchaus ein adäquater Ersatz für die alte R-Serie. Aber bei T und X blieb ja eigentlich alles so, wie man es kannte: gute Hardware in einem sehr robusten und durchdachten Gehäuse – ganz ohne unnötige Design-Features… Form follows Function. Es gab natürlich Aufs und Abs… groß war meine Freude, als es X-Tablet Modelle mit SXGA+ gab… groß war die Enttäuschung als sie keine Nachfolger mehr fanden. Seit meinem X201s habe ich jedoch eine stetiger Verschlechterung beobachten können. Die X und T Modelle gingen immer mehr in Richtung Consumer-Geräten ohne Alleinstellungsmerkmal. Spätestens mit der Einführung der Chiclet-Tastaturen war man am billigen Massenmarkt (oder bei den Apfel-Jüngern) angekommen. Schließlich war doch die Tastatur immer ein echtes Alleinstellungsmerkmal gewesen. Selbst im schlechtesten Test wurde zumindest SIE immer gelobt. Aber ein Glück ist uns ja der Trackpoint geblieben. Die BESTE Möglichkeit eine Maus zu ersetzen. Man kann die Finger in der üblichen Haltung über der Tastatur lassen und ohne die Position zu wechseln den Cursor bewegen und über die separaten Tasten mit dem Daumen (der ja an dieser Stelle bei der Space Taste ruht) klicken. Ach neee, da sind wir beim Grund meines Artikels: Gestern wurden T440 und X240 vorgestellt…. ja der Trackpoint ist noch da, aber die „Maustasten“ sind weg. Und während das Gehäuse der T-Serie noch Ähnlichkeit mit den alten Thinkpad-Reihen hat, ist auch das Gehäuse der X-Serie im Consumer-Einheitsbrei angekommen. Damit schließt sich für mich wohl das Kapitel der Thinkpads. Warum sollte man einen höheren Preis bezahlen, wenn man keines der wirklichen Killer-Features mehr bekommt: extrem robustes Gehäuse, super Tastatur, Trackpoint? Eigentlich hätte die Kategorie damit eher „Sad old Thomas“ heissen müssen. Nun muss das X201s wohl noch ein paar Jahre seinen Dienst tun, vielleicht gibt es dann – wie bei IBMs legendärer Tastatur (Modell M) – jemanden der aktuelle Nachbauten orginaler Thinkpads anbietet. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

21 Jul 2013

Der Sommer 2013

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Erst hat man gedacht er käme nicht mehr, nun ist er mit voller Macht da: der Sommer 2013. Und nach ein paar richtig schönen und warmen Tagen sind auch endlich wieder Schmetterlinge in ausreichendem Maße unterwegs. Und so konnte ich heute auch mal ein paar Fotos schießen.

19 Jun 2013

DIY Lautsprecher: Der kleine Bretterhaufen

Posted by thomas. 3 Comments

Schon öfters hatte ich über den Bau von Lautsprechern nachgedacht und hatte hier und da auch eine Anleitung dazu gelesen. Meist ging es dabei jedoch um die Überlegung wie man möglichst günstig an möglichst laute Schallwandler kommen kann (z.B. Das Viech). Da diese jedoch auch oft sehr groß sein sollten – war ich dann doch abgeschreckt. Kürzlich stieß ich bei Youtube jedoch auf ein Video in dem kleine DIY Lautsprecher für sehr kleines Geld verglichen wurden. Darunter auch der „kleine Bretterhaufen“. Schon alleine des Namens wegen war ich irgendwie angesteckt und machte mich auf die Suche nach der Bauanleitung und fand diese im Hifi-Forum, wo ihr Erfinder (besser: Entwickler) Giustolisi Pläne und Teilelisten gepostet hat. An dieser Stelle möchte ich mich – unbekannterweise – ausdrücklich bei ihm für diese tolle Entwicklung bedanken.
Der kleine Bretterhaufen ist ein Lautsprecher, der auf der Nutzung eines sogenannten Breitbänders basiert – also eines Lautsprecherchassis, welches den gesamten Frequenzbereich mit nur einer Membran abdeckt. Solche Breitbandlautsprecher haben oftmals keinen linearen Frequenzgang und müssen deshalb über geeignete Maßnahmen (Sperrkreise, bestimmte Gehäusekonstruktion, etc.) erst dazu gebracht werden passend aufspielen zu können, dies liegt auch daran, dass sie oftmals für ganz andere Zwecke entwickelt wurden, wie z.B. speziell für Sprachübertragung o.ä. Giustolisi hat sich bei diesem Lautsprecher dafür entschieden ein TML Gehäuse zu entwickeln (Transmissionslinien-Gehäuse). Mehr zur Entstehungsgeschichte kann man jedoch im oben bereits verlinkten Thread aus dem Hifi-Forum nachlesen. Mich reizte der Lautsprecher jedenfalls aus zwei Gründen: erstens basierte er auf sehr günstigen Komponenten (der Visaton Breitbandlautsprecher liegt bei weniger als 7€/Stück) und zweitens reizte mich das TML-Gehäuse, welches trotz sehr geringer Größe (30x30x10cm) ordentlich aufspielen können sollte. Der Entschluss war gefasst: ich wollte meinen ersten Lautsprecherbau in Angriff nehmen. Also habe ich die Bauteile bei einem entsprechenden Versand geordert und bin mit der Auflistung der benötigten Zuschnitte in den örtlichen Baumarkt gegangen.
Dort war man offensichtlich nur bedingt arbeitswillig, es dauerte fast 20 Minuten bis sich jemand fand der die Säge bedienen konnte/wollte/sollte und auch dann geschahen die Zuschnitte offensichtlich mit sehr geringer Begeisterung… leider auch mit nur mittelmäßiger Genauigkeit. Trotzdem hielt ich nach einiger Zeit meine Zuschnitte in der Hand… und damit war die Namensgebung klar: es war ein kleiner Bretterhaufen 🙂

Als ich dann zu Hause war, habe ich die Bretter erstmal entsprechend der Anleitung beschriftet und zur Probe auf ein Seitenteil gestellt, einfach um zu sehen ob alles passte. Hier und da musste ich noch ein kleines Bisschen glätten (ich sag ja, der Schnitt war nicht so gelungen). Dann habe ich mit der Dekupiersäge die Ausschnitte für das Chassis und das Lautsprecherterminal gemacht. Ich hatte mir – im Gegensatz zur Teileliste im Hifi-Forum Thread – etwas hochwertigere Terminals bestellt. Hatte dabei aber ehrlich gesagt nicht wirklich auf die Größe geachtet. Im Endeffekt passen die Terminal nun ganz genau in das Ende der Transmissionslinie… das hätte auch gut daneben gehen können. Aber mir sind diese Klemmanschlüsse einfach ein Graus.

Nachdem alles vorbereitet war, habe ich dann beide Lautsprecher bis auf eine Seitenplatte zusammengeleimt. Die fehlende Seitenplatte habe ich jedoch für den Trocknungsprozess aufgelegt, damit ich möglichst gleichmäßig Druck ausüben konnte. Leider habe ich nur zwei Schraubzwingen (das sind definitiv zu wenige) und musste mir dann zusätzlich mit schweren Gegenständen helfen, was besonders im Eckbereich der Lautsprecher nicht immer so gut gelungen ist. Nachdem der Leim ordentlich getrocknet war habe ich mich dran gemacht die Sperrkreise zu löten. Ich hatte noch Streifenplatinen von der Modellbahn rumliegen und habe die drei Bauteile dort aufgelötet. Im Lautsprecher habe ich – ebenfalls von der Modellbahn – Kabel mit einem Querschnitt von 0,75mm² genutzt. Den Sperrkreis habe ich dann auf dem Boden des Lautsprechers vor dem Terminal platziert. Anschließend wurde noch das Chassis angelötet und dann erstmals mit dem Gehäuse verschraubt. Dabei ist es wichtig die Löcher mit einem kleinen Bohrer vorzubohren. Die Schrauben würden auch so reingehen… aber man läuft natürlich Gefahr, dass es dabei Schaden nimmt. Oder man ist so doof wie ich und rutscht ohne Vorbohren dann beim Einschrauben ab… und haut erstmal richtig durchs Chassis – dann freut man sich wirklich sehr, weil man direkt ein neues bestellen kann.

Der nächste Schritt war die Dämpfung des Gehäuses mit Sonofil und dann habe ich die zweite Seitenplatte mit Hilfe der Schraubzwingen erneut (ohne Leim befestigt) um den Klang des Lautsprechers erstmals testen zu können. Dabei kann man auch leicht ausprobieren wie sich unterschiedliche Varianten der Dämpfung auf den Klang auswirken. Ist man mit dem Ergebnis zufrieden kann man den Lautsprecher fertig verleimen. Anschließend folgt die Überlegung zum Finish der Boxen. Ich hatte mich für eine Lackierung entschieden und hatte mir einen schwarzen Lack mit Grundierung besorgt, den ich mit der Rolle aufbringen wollte. Allerdings gefiel mir das Gehäuse noch nicht. Aber zum Glück habe ich die beste Ehefrau der Welt und dürfte mir (wahrscheinlich damit ich ihr nicht mehr weiter in den Ohren liege) eine Oberfräse kaufen. Hiermit habe ich dann dem Gehäuse – mit einiger händischer Nacharbeit – ein etwas runderes Aussehen verliehen… Übung macht den Meister. Leider ist das auch meine Erkenntnis für die Lackierung, da muss ich wohl nochmal ran bzw. beim nächsten Mal mehr Sorgfalt walten lassen (inkl. mehr Schleifarbeiten). Dennoch bin ich zufrieden mit meinem ersten Set selbstgebauter Lautsprecher. Der Virus hat mich gepackt und ich habe mir auch schon vorgenommen im kommenden Schuljahr eine AG zu diesem Thema anzubieten. Werde bis dahin wohl noch ein oder zwei anderen Lautsprecher bauen.

Zum Klang: im Nahbereich bin ich schon sehr zufrieden. Hier hat man wirklich eine gute Abbildung, wenn man passend sitzt. Im Wohnzimmer kann die kleine Box dagegen nur bedingt begeistern, hier reicht es nicht um im (zugegebenermaßen etwas großen) Raum noch für genug Bass zu sorgen. Ansonsten spielt der Lautsprecher in „nebenbeihör Lautstärke“ auch hier noch sehr angenehm auf.

Update 21.06.2013:
Hier erstmal noch ein besseres Foto von der Front des Lautsprechers, diesmal mit der richtigen Kamera gemacht (alle anderen Bilder waren nur mit dem Handy geschossen).

Außerdem möchte ich noch die Aussage zu den Kosten konkretisieren. Wie bereits erwähnt habe ich höherwertige Teile verbaut als im ursprünglichen Beitrag eingeplant waren, dennoch komme ich mit Holz und allen Teilen auf einen Preis von knapp unter 70€ (mit günstigeren Teilen wäre auch ein Preis um 50€) für beide Lautsprecher. Durchaus also ein günstiger Start und auch wenig Geld für einen durchaus annehmbaren Lautsprecher.